SANJULA

Das Projekt Sanjula wurde abgeschlossen.
Medizinisch können keinen Fortschritte mehr erzielt werden, die regelmässigen Arztbesuche wurden eingestellt. Da Sanjula nun fünf Jahre alt ist kann ihr normaler Brei zum Essen gegeben werden, die teure Spezialnahrung ist nicht mehr nötig.

 
 

Dieses Mädchen ist 6 Monate alt und wurde mit einem Herzfehler geboren. Ohne Operation hat sie keine Überlebenschance.Sanjula lebt mit ihren Eltern im Hinterland. Der Vater arbeitet als Taglöhner, ihre Mutter produziert Tontöpfe. Sie hatten einen schönen Batzen auf ihrem Sparheft, auch die Regierung bezahlt einen sehr kleinen Betrag an eine Operation. Weder für die Operationskosten noch für den Spitalaufenthalt und die Medikamente reichte ihr Erspartes. Dank unserem Beitrag kann sie am Herzen operiert werden. Ebenso übernehmen wir die Kosten für den Spitalaufenthalt ( CHF 11.-- / Tag ). Zusätzlich kommen dann noch die Medikamente. Sanjula wurde am 17.Dezember 2004 in’s Spital eingeliefert, zum grossen Glück noch vor der Tsunamikatastrophe, so wird sie seither im Kinderspital in Colombo aufgepäppelt um die notwendigen Kräfte für die Operation zu erlangen.

Geschafft!!!

Sanjula ist erfolgreich am Herzen operiert worden und durfte am 22. Februar 2005 wieder nach Hause.
Dies ist eine der Nachrichten, die den Lohn für unsere Anstrengungen darstellt. Wir sind überglücklich und möchten uns bei allen herzlich bedanken, die der Kleinen diese Chance auf ihr Leben gegeben haben. Da aufgrund der Armut der Familie das Spital selbst für den Aufenthalt und die Medikamente während des Aufenthaltes aufgekommen ist, werden die eingegangenen und zukünftigen Spenden für die Transportkosten der Arztbesuche, Medikamente zu Hause und Nahrung für Sanjula verwendet.

Mit Freude können wir mitteilen, dass Sanjula langsam an Gewicht zunimmt. Mittlerweile traut sich auch ihr Vater sie in die Arme zu nehmen.

Leider kann Sanjula ihren Kopf nicht heben und auch nicht sitzen, geschweige denn stehen. Um die Ursachen herauszufinden muss Sanjula nun zu einem Spezialisten nach Colombo. Wir werden Sanjula und ihre Eltern weiter unterstützen, speziell auch bezüglich den neu entstehenden Mehrkosten ( Spezialisten, Transporte, Nahrung ).

Am 10. November 2005 besuchten wir Sanjula.
Die Familie führt eine kleine Töpferei, welche allerdings knapp das Allernotwendigste zum Überleben einbringt und dies aber auch nur, weil die ganze Verwandtschaft irgendwie mithilft.
Die notwendigen Medikamente und Spezialnahrung für Sanjula ist für diese Familie unerschwinglich. Aufgrund dieser Medikamente und der speziellen Nahrung hat Sanjula eine gewisse Stabilität erreicht. Allerdings ist noch nicht genau abzuschätzen, welche Langzeitschäden sie davongetragen hat. Entsprechende medizinische Untersuchungen stehen noch aus und sind für Sanjula’s Eltern unter keinen Umständen zu tragen.

 

 

Kurzbericht Besuch Sanjula Februar 2007

Dank der Hilfe unseres Freundes Rohitha konnten wir Sanjula und ihre Familie
auch dieses mal besuchen. Wir trafen einerseits auf ein paar Überraschungen und andererseits auch auf nicht Geändertes.
Aufgrund der mehr als prekären Platzverhältnisse haben Sanjulas Eltern ein Stück Boden betonieren lassen und ein, in der Zwischenzeit wieder verfallenes, Palmblattdach darüber gebaut. Dies war nötig um Sanjula endlich eine Wohnmöglichkeit ausserhalb der feuchten Raumluft der Tontopftrocknung zu geben. Auch hat Sanjula in der Zwischenzeit ein Brüderchen bekommen, was die Platzverhältnisse zusätzlich dramatisch verschlechtert hat.
Sanjula ist körperlich wohl gewachsen, doch ist ihr Gesundheitszustand gleich geblieben.
Dank teurere Spezialnahrung, Inhalationen spezieller Medikamente und der grossen Fürsorge ihrer Familie konnte ihr Zustand wenigstens stabil gehalten werden. Regelmässige Arztbesuche werden weiter unabdingbar sein. Wir werden Sanjula und ihre Familie weiter auf ihrem entbehrungsreichen Weg unterstützend begleiten, unter anderem durch Hilfe beim Bau eines stabilen Daches bei der „neuen“ Hütte.
Folgend aktuelle Bilder, die wohl mehr sagen als tausend Worte …

 

 

Es ist vollbracht . . . die umgebaute Töpfereihütte neben dem kleinen Wohnhaus ist fertig.

Da das Palmblattdach durch Zerstörung aufgrund von Verwitterung , Regen und Wind regelmässig ersetzt werden musste finanzierten wir ein stabiles Wellblechdach , das auf die neuen Betonpfeiler mit Holzstreben gebaut wurde.
Auch wurde durch drei neue Pfeiler die überdachte Fläche vergrössert um mehr Schutz für die Tontöpfe zu gewährleisten. Die Familie hat jetzt stark verbesserte Voraussetzungen ihren Lebensunterhalt durch die Tontopfproduktion zu bestreiten.
Um ihrer Dankbarkeit Ausdruck zu verleihen zeigt sich die Familie , wie ihre umgebaute Hütte , im neuen Gewand.